Der September läutet so langsam den Herbst ein und zaubert immer mehr Brauntöne in die Beete der Wildblümerey. Hier die Samenstände des Ausdauernden Sandglöckchens.
Die Gewöhnliche Grasnelke produziert schon Samen, während am Rest der Pflanze immer wieder Blüten auftauchen.
Puschelig und bereit zur Ausbreitung via Windtransport: der Samenstand des sehr insektenfreundlichen Wasserdosts. Sein starker Wuchs wird durch einen etwas trockeneren Boden gehemmt.
Den Schönen Kiel-Lauch habe ich täglich im Auge, damit ich die Samenreife nicht verpasse. Eine außergewöhnliche Zwiebel-Pflanze, die in Deutschland heimisch, aber gefährdet ist.
Wie immer malerisch und wahrscheinlich den Winter überdauernd: der Samenstand der Wilden Karde. Er dient den Stieglitzen in den kalten Monaten als Nahrungsquelle.
Der Großblütige Fingerhut mit seinem zarten Gelb hat sich dagegen zu einer zweiten Blüte entschlossen.
Ebenso die Knäuel-Glockenblume – sie blüht ein zweites Mal am deutlichsten da, wo ein Rückschnitt erfolgte.
Ein ungewöhnlicher Schmetterlingsblütler, der sich mit langen Dornen wehrt, ist die Dornige Hauhechel.
Der kleine Halbstrauch blüht fröhlich von April bis September und zieht vor allem Bienen und Schmetterlinge an, obwohl die Blüten keinen Nektar produzieren.
Nach der Blüte werden kleine Hülsen produziert (= Hülsenfrüchtler), in denen die Samen reifen.
Warm und diesig und nicht mehr so heiß und sonnig, das ist ganz nach dem Geschmack der Wegwarte, die im Moment sozusagen einen zweiten Frühling erlebt.
Beim Kleinen Mädesüß sind die Keimlinge von diesem Jahr jetzt zur Blüte gekommen. Eventuell hat der trübe und kühle Juli bei einigen Pflanzen das Blühfenster verschoben.
Nach einem Rückschnitt im Juli (um die tausendfache Versamung zu verhindern) blüht auch die Schwarze Königskerze ein weiteres Mal. Das hellere Gelb hat sie selbst so gewählt.
Die Gelbe Resede hat dagegen nie aufgehört zu blühen. Auf dem Foto etwas unscheinbar, ist sie im Beet eine echte Zierde.
Der Wiesen-Storchschnabel wiederum gehört zu den remontierenden Stauden. Ihn schneide ich im Sommer ebenfalls zurück, weil er unzählige Sämlinge ausbildet.
Ganz anders als die Wiesen-Schafgarbe wächst die Sumpf-Schafgarbe, sie erinnert eher an Mutterkraut. Die weißen Körbchenblüten wachsen über lanzettlichen Blättern.
Dem Frosch im Minteich geht es immer noch gut. Das entspannte Herumhängen im Wasser ist seine bevorzugte Jagdhaltung. Er muss einfach nur warten, bis ein unglücklicher Grashüpfer in die falsche Richtung springt.
Ihren großen Auftritt im Spätsommer hat gerade die Bartblume. Sie ist nicht heimisch, aber wegen ihres hohen Nektar- und Pollengehaltes von Insekten umschwärmt. Auch die Hornissen gehen hier regelmäßig auf Jagd.
Der spät blühende Berg-Lauch passt farblich sehr gut zur Bartblume. Auch er ist ein Insekten-Magnet.
Eher unscheinbar, aber eine wertvolle Insektenpflanze im Spätsommer: der Wirbeldost, der zur Familie rund um Bergminze und Oregano gehört. Er steht gerne sonnig bis licht halbschattig und verbreitet sich durch moderate Ausläufer.
Ein spontaner Impuls hat mich mehrere Tage Arbeit gekostet: Einer der Miniteiche war durch Wühlmäuse in Schieflage geraten, außerdem stark veralgt, und auch das Hechtkraut war viel zu groß geworden. Also startete ich eine Grundreinigung.
Am meisten Zeit nahm die sorgsame Rettung der (ca. 50) Libellen-Larven und Schnecken in Anspruch. Mit einem Teelöffel habe ich sie aus dem Schlick gepfriemelt und später wieder in den Teich gesetzt.
Obwohl der September bisher nicht so berauschend ist, blühen viele Pflanzen ein weiteres Mal, so die Gelbe Nelke. Sie stammt aus dem Balkangebiet und liebt trockene Standorte, ähnlich der Kartäuser-Nelke.
Eine üppige zweite Blüte bringt die Schafgarbe »Coronation Gold« nach einem Rückschnitt hervor. Sie war nach dem Regen im Juli auseinandergefallen.
Auch die Wiesen-Glockenblume hat sich hier und da zu einer weiteren Blüte entschlossen. Dadurch kann sie sich zwar noch in 2025 aussamen, wird dann aber leider absterben.
Der Wiesen-Salbei, der im Woll-Ziest eingequetscht wächst, blüht als einziger seiner Art ebenfalls noch.
Auch die Färber-Kamille fühlt sich im September noch wohl. Ihre erste Aussaat dieses Jahr hat überall schon kleine Keimlinge hinterlassen.
Einen beeindruckenden Samenstand weist mittlerweile der Strandflieder auf. Eine einzelne kleine Rosettenpflanze trägt einen ganzen Busch. Er ist auch im Winter noch zierend.
Die Kapuziner-Kresse kommt verlässlich an ihrem alten Standort wieder, meist erst im August. An ihr ist alles essbar, auch die scharfen Samenknöllchen.
In den Glockenblumen hat eine Hornisse eine Honigbiene erbeutet. Während sie sich mit einem Bein an der Blüte festhält, bearbeitet sie ihren Fang ...
... In der Regel werden Kopf und Gliedmaßen abgetrennt, um dann das Brustfleisch zu zerkauen und zum Nest zu tragen. Nach dem Foto hatte ich dann aber genug.
Ein blaues Veilchen ist auf der Fläche aufgetaucht und blüht auch noch im September. Eigentlich kann es nur das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) sein, aber die Veilchen-Bestimmung ist komplizierter als gedacht.
Die Samenstände sind ein kleines Kunstwerk – und sehr vergänglich. Denn normalerweise werden die Samen beim Aufplatzen rund vier Meter weit geschleudert und dazuhin noch von Ameisen verschleppt.
Eine kleine Belohnung für die Gärtnerin nach einer anstrengenden Saison, aber auch Vorbereitung für neue Arten im nächsten Jahr: Die Pflanzen kommen ins Beet, die Aussaaten im Winter oder Frühjahr ins Aussaat-Regal.
Der komplette Schattiertunnel musste einmal geräumt und eingeebnet werden, weil die Wühlmäuse ein Chaos angerichtet hatten. Es wird wohl nicht lange halten...
Kaum schlägt man irgendwo eine Auflage beiseite, räumt Hackschnitzel weg oder oder hebt einen Topf an, wuseln Laufkäfer aller Größen in Deckung. Es lohnt sich sie zu pflegen, denn viele von ihnen sind Schneckenjäger.
Nach den regnerischen Tagen hat sich die Mauretanische Malve im Topf erholt und streckt sich der Sonne entgegen. Sie ist etwas schwierig im Topf zu halten, weil sie gerne tief wurzelt und viele Nährstoffe benötigt.
Passend zur Mini-Hitzewelle am 19./20. September tragen die Johannisbeer-Sträucher zum zweiten Mal einige Früchte. Ich schneide die Sträucher immer direkt nach der Ernte zurück.
Auch der Klatschmohn zeigt sich noch einmal in mehreren Exemplaren, wahrscheinlich sind es schon Sämlinge von diesem Jahr.
Ein Gelbling an der Ringelblume, entweder die Goldene Acht (achtförmiger Fleck an der Flügel-Unterseite) oder der Hufeisenklee-Gelbling. Sie können sicher nur anhand der Raupen unterschieden werden.
Der Weißdorn hat schon Beeren gebildet. Mal sehen, ob sie dieses Jahr wieder nicht gefressen werden.