Anfang März geht es Schlag auf Schlag. Ein »Omega-Hoch« – wir haben es 2025 gelernt – bringt blauen Himmel und Sonne satt. Tulipa sylvestris – die Weinberg-Tulpe – freuts.
Die (Sibirischen) Blausternchen sind nun voll zur Blüte gekommen, allerdings habe ich bisher nur eine Hummel gesehen. Die Tiere scheinen ob der frühen Wärme noch etwas skeptisch zu sein.
Auch von den Winterlingen sind noch einige aufgetaucht. Ich hoffe, sie verbreiten sich nun stetig in der Wildblümerey. Ein Problem für die kleinen Zwiebelchen ist immer das Jäten der mächtigen Beikräuter.
Sogar das Balkan-Windröschen streckt schon seine Blüten in Richtung Sonne, eigentlich ist es immer etwas später dran.
Zuverlässig, aber immer leicht zerfleddert zeigt sich das Leberblümchen, wenn ich im März die braunen Reste des Waldmeisters abkämme. Eigentlich ist es unkompliziert. Vielleicht ein Kandidat für die Anzucht?
Die ersten Siebenpunkt-Marienkäfer sind auch schon unterwegs.
Und noch ein Siebenpunkt an einer Schlüsselblume. Blattläuse sind noch keine da, ob er stattdessen Pilze oder andere Kleintiere frisst? Manche Marienkäfer tun dies und noch viel mehr.
Es ist immer wieder ein kleines Wunder: Trotz Lehmboden und Backofen-Hitze im Sommer treibt das Edelweiß jeden Frühling aus seinem braunen Blätterbüschel aus. Aber es versamt sich auch nicht.
Das warme Wetter lockt auch die Zugvögel früher zurück, hier gleich drei Bachstelzen in der Abendsonne. In den letzten Tagen gab es schon große Kranich-Züge über der Wildblümerey.
Wie schön, es gibt wieder jede Menge Zierlauch dieses Jahr. Mal sehen, ob die Wühlmäuse gnädig sind.
Ich hatte ihn schon vermisst, doch der kleine, einzelne Krokus musste sich erst durch das Sandglöckchen arbeiten, das ich ihm aus Versehen auf den Kopf gesetzt hatte.
Schneeglöckchen und Lungenkraut blühen hier gemeinsam.
Die Schwarze Johannisbeere schiebt schon ihre ersten Blätter in die Sonne. Man kann nur hoffen, dass Obstbäume und Beerensträucher dieses Jahr keine böse Überraschung erleben.
Die Jakobsleiter ist sehr aussamungsfreudig, selbst im Häckselbeet in der vollen Sonne. Von dieser hübschen Pflanze kann man eigentlich nicht genug haben.
Von diesen Gesellen gibt es dieses Jahr vier an der Zahl. Sie haben die Wildbluemerey und den angrenzenden privaten Gemüsegarten zu ihrem Besitz erklärt, der lautstark gegen andere Krähen verteidigt wird.
Juhu, die Aussaat des Gelben Lerchensporns hat geklappt. Die Samen zu erwischen, ist nicht ganz einfach. Er ist ein super Kandidat für frische bis feuchte, halbschattige Bereiche.
Die Sonne bringt es an den Tag: Austrieb des Gelben Windröschens, das dieses Jahr im Angebot für licht schattige Gartenpartien ist. Es verwildert und bildet nach und nach größere Bestände.
Die kleinen Hängeweiden sind gerade zur Blüte gekommen, da kündigt sich ein Wetterwechsel mit Regen an. Muss das jetzt sein? Vor allem für Hummeln kann früher Regen zum Problem werden, da sie entkräftet aus dem Winter kommen.
Das Tagpfauenauge ist neben dem Zitronenfalter immer der erste Schmetterling auf dem Gelände.
Einen Tag später taucht auch der Zitronenfalter auf, hier am Lungenkraut. Er ist aber schon länger auf der Fläche unterwegs.
Und hier noch einmal Lungenkraut, dieser wertvolle Frühblüher, mit einer (wahrscheinlich) Wiesen-Hummel. Die blauen Blüten zeigen an, dass es hier noch Nektar zu holen gibt.
Die Küchenschelle zeigt mit ihrem flaumigen Austrieb, dass sie dieses Jahr viele Blüten haben wird – oder sagen wir: haben möchte. Wühlmäuse machen auch vor dieser Pflanze nicht halt und haben schon zwei Exemplare gefällt.
Zwei Tuffs mit Narzissen finden sich seit diesem Jahr in der Wildbluemerey. Es sind einmal mehr Funde aus dem Friedhofscontainer.
Mit Argusaugen beobachte ich jeden Tag die Weinberg-Tulpen, vor allem bei Regen, da sie es trocken mögen. Aber es geht ihnen noch gut, sie bilden gerade erste Knospen aus. Zwiebelgewächse brauchen es im Frühling etwas feuchter und nährstoffreicher.
Ebenfalls eine wichtige Futterquelle für die ersten Insekten ist die Purpurrote Taubnessel. Sie ist eine Langblüherin und verbreitet sich durch Ameisen, da ihre Samen ein leckeres, eiweißhaltiges Anhängsel haben.
Das März-Veilchen macht seinem Namen alle Ehre. Es hat sich, seit die Schnecken erfolgreich zurückgedrängt wurden, enorm verbreitet.
Der Gefingerte Lerchensporn treibt mehrfarbig und etwas schüchtern aus. Das liegt vermutlich am sparsamen Nährstoffangebot in der Wildblümerey. Ziel ist, dass die Pflanzen nicht überdüngt an die Kund*innen gehen, die ja zum Teil auch aus der Senne kommen.
Mitte März gibt es ein paar Tage Regen. Eine unwillkommene Pause zum Saisonstart, denn mangels Unterstand oder Gewächshaus kann ich auf der Fläche fast nichts arbeiten.
Ebenfalls nervig, nicht nur zum Saisonstart: Wühlmäuse haben eine neue Stellfläche untergraben und Töpfe umgeworfen. Also alles wieder auf Start.
Die erste Teufelskralle in der Wildbluemerey. Mal sehen, ob die Anzucht klappt. Die Blätter sehen verdächtig glockenblumenartig aus, was in der Regel für Schnecken attraktiv ist.
Die Hohe Schlüsselblume blüht etwas früher als die Echte, sie mag außerdem einen leicht frischen Boden im lichten Schatten, während das Geschwister gut in der vollen Sonne klarkommt.
Und da ist schon die erste Kuhschelle, nachdem die Temperaturen wieder auf 15 Grad geklettert sind. Noch hat sie den Kragen hochgestellt, aber das wird sich sicher bald ändern.
Hier noch einmal die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) im direkten Vergleich mit der ...
... Echten Schlüsselblume (Primula veris) oder auch Wiesen-Schlüsselblume. Der Gelbton ist in der Regel schon ausreichend, um die beiden auseinanderzuhalten.
Ja, hoppla, wer sonnt sich denn da am zweiten Miniteich? – Der Teichfrosch ist wieder da, und es stört ihn wenig, dass die Krähenabwehr seit 2025 nicht hübscher geworden ist.
Die Bäume haben seit Mitte März einen mächtigen Satz gemacht. Auch die kleine Felsenbirne, die als Zierde und Schattenspenderin in einem Beet steht, treibt gerade aus.
Immer wieder frage ich mich, ob die Sumpf-Dotterblume wohl verstorben ist, doch dann taucht sie plötzlich aus den Holzhäckseln wieder auf.
Auch die Schachbrettblume hat sich endgültig etabliert. Sie vermehrt sich durch ihre Zwiebeln und eine reiche Aussaat.
Die Temperaturen sind wieder im einstelligen Bereich, und dennoch gibt es schon Gelbtafeln gegen die Trauermücken. Leider schwirrten einige um die Aussaaten herum. Demächst folgt noch eine Behandlung mit SF-Nematoden.
Zuverlässig kommen diese mittlerweile unbekannten Tulpen wieder. Unbekannt, weil ich den Namen vergessen habe.
Die kleine Kuhschelle ist schon ein bisschen weiter und hat eine zweite Blüte getrieben. Scheinbar freut sie sich des Lebens, denn offensichtlich zeigt sie Jazz Hands.