Voller Hummeln sitzt der Dichtblütige Ziest, seit er in Blüte steht. Obwohl die Hitze ihm sehr zugesetzt hat und er nicht so farbenprächtig ist wie sonst, scheint es noch genug Nektar zu geben.
Ein genauer Blick auf die zahlreichen Hummeln in der Gärtnerei zeigt, dass nicht alle gleich aussehen. Diese hier könnte eine abgeflogene Dunkle Erdhummel sein, aber auch eine Heidehummel oder eine Kuckucks-Hummel.
Diese hier ist dagegen recht sicher eine Wiesen-Hummel. Der Kugellköpfige Lauch ist nicht nur ein Hummel-Hotspot, sondern auch ein besonderes Gestaltungselement im Garten. Für ihn findet sich immer noch ein Plätzchen.
Anfang Juli ist es immer noch heiß und schwül. Nur mit Mühe kann das müde Schaf rechts seinen Kopf halten, er möchte immer nach rechts gegen den Zaun sacken.
Schafskälte ist ja auch viel besser für Schafe! Bei 30 Grad ist ihnen alles zu viel.
Vielleicht hilft es, vom Winter zu träumen? Von schneebdeckten Wiesen und Feldern...?
Selbst der Purpur-Sonnenhut reagiert auf die starke Hitze und lässt die Blütenblätter hängen. Obwohl das Frühjahr sehr feucht war, trocknet der Boden schon wieder aus.
Schreck in der Mittagsstunde: Die Feldwespen-Königin liegt tot am Boden des Eimers. Eigentlich ist es noch nicht an der Zeit. Ihr kleines Mini-Volk ist allerdings sehr agil.
Die zufällige Lagerung in einem gemeinsamen Bewässerungskasten zeigt, wie farbenfroh unsere heimischen Sumpfpflanzen sein können: Langblättriger Ehrenpreis, Blut-Weiderich und Sumpf-Schafgarbe.
Einmal jährlich fliegt ein Großes Heupferd an meiner Nase vorbei. Ansonsten sind sie so ruhig und so gut getarnt, dass man sie kaum entdeckt, auch wenn man direkt davor steht.
Juli ist die Zeit der extravaganten Lauche, hier der einheimische und vom Aussterben bedrohte Schöne Kiel-Lauch. Sie sind alle sehr insektenfreundlich.
Der Gelbe Lauch taucht hier und da neophytisch auf, laut Floraweb interessanterweise auch in Ostwestfalen. Auch er ein absoluter Hummel-Liebling.
Ein Hingucker von mächtiger Gestalt auf feuchten Wiesen: der Große Wiesenknopf. Auch er fällt wegen des Wetters schon auseinander, kaum dass er angefangen hat zu blühen.
Etwas rabiat habe ich gerade den Thymian heruntergeschnitten, um die Aussaat zu verhindern und Platz für neue Pflanzen zu schaffen. Doch da...
Ein weiteres Feldwespen-Nest! Fast hätte ich es beschädigt. Die mutigen kleinen Arbeiterinnen haben mich sofort angeflogen und geknufft. Die Umgestaltung muss also warten :-).
Die Sand-Strohblume hat sich mittlerweile erstaunlich gut etabliert und bildet große gelbe Rasen. Ein mehr natürlicher Habitus wird wahrscheinlich auf nährstoffarmen Böden erreicht.
Hochsommer-Flair mit Wilder Möhre und Wiesen-Storchschnabel vor Färber-Kamille.
Doppelt so hoch wie letztes Jahr wächst 2026 die Sumpf-Schafgarbe. Sie ist unerwartet stabil als Schnittblume, obwohl sie am Anfang das Köpfchen etwas hängen lässt.
Das Wetter in der zweiten Juli-Woche ist perfekt für den Flachblatt-Mannstreu, der seine stahlblauen kleinen Kugeln am liebsten in voller Sonne bildet. Der Geruch der Pflanze ist gewöhnungsbedürftig, für Bestäuberinnen aber offenbar interessant.
Der zweite Miniteich ist trotz der Hitze erstaunlicherweise fast frei von Algen. Aber kein Wunder: Das heimische Hornblatt wächst so dicht, dass es offenbar auch dem Frosch zu viel wurde, er ist verschwunden.
Mitte Juli, die Temperaturen gehen endich zurück, doch da kommt das nächste Ungemach. Maulwürfe und Wühlmäuse graben die Gärtnerei um, bevorzugt an Stellen, die bewässert wurden, da der Boden mittlerweile völlig ausgetrocknet ist.
Die Amsel assistiert fleißig, indem sie beim Graben nach Insekten die Töpfe entwurzelt. Die Tiere leiden bei der Trockenheit an Nahrungsmangel, die Gärtnerin an Zeitmangel und Erschöpfung durch die immer neuen Überraschungen.
Eine kleine Verschnaufpause von der Sommerhitze. Der bedeckte Himmel in der dritten Juli-Woche lässt plötzlich wieder blaue Blumen blühen, hier die Wegwarte.
Auch der Staudenlein produziert neue Blüten, hier sogar ohne Rückschnitt neben den schon bestehenden Samenkapseln.
Die nicht heimische Rasselblume hatte bei voller Sonne ebenfalls oft die Blüten geschlossen. Vermutlich ist auch die Kombination aus Trockenheit, starkem Wind und Sonne eine Herausforderung selbst für trockenheitsliebende Stauden.
Nachdem die mächtigen Glockenblumen zurückgeschnitten sind, steht der kleine Feigenbaum wieder frei, und siehe da: Es gibt dieses Jahr die ersten Feigen.
Der wuchsfreudige Kerzen-Knöterich hat endlich etwas Wasser erhalten, denn die Blüten der eher frischen Boden liebenden Pflanze waren nicht so prächtig wie letztes Jahr.
Die erste einjährige Schnittblume fängt an zu blühen: Noch kleiner Puschel des rispigen Fuchsschwanzes (Amaranthus cruentus). Auch als Trockenblume geeignet.
Das Sommer-Adonisröschen ist sogar im Topf gekeimt und weitergewachsen. Es lief als Kühlkeimer sehr spät auf und hat mir bewusst gemacht, dass ich wahrscheinlich wieder einige Anzuchtplatten zu früh entleert habe.
Eine weitere weiße Variante in der Gärtnerei bringt seit letztem Jahr der Schöne Kiel-Lauch hervor.
Eine der ersten Einjährigen für den Schnitt und als Trockenblume: die Papierblume (Xeranthemum annuum), die in der Regel in Weiß und hellem Purpur blüht.
Sie waren nie weg. Nacktschnecken schlafen bevorzugt unter den Bewässerungskästen, in denen hauptsächlich die Pflanzen stehen, die Feuchtigkeit mögen.
Viele Stauden remontieren schon nach dem Rückschnitt, hier das Kleine Mädesüß vor Ysop, der gerade angefangen hat zu blühen.
Der Ysop ist ein farbenfroher und wohlriechender Hochsommerblüher, aber selbst er ist bei der Hitze etwas zurückhaltend. Er gilt als unbeständiger Neophyt, ist aber seit dem Mittelalter u. a. in Klostergärten in Kultur.
Ende Juli wiederholt sich die Hitzewelle von Ende Juni, wenn auch etwas kürzer. Geregnet hat es immer noch nicht.
Den Temperaturmesser habe ich zur Kontrolle nun öfter dabei, da immer wieder mal bis zu vier Grad weniger angesagt waren.
Wenn es Richtung Körpertemperatur geht, ist eigentlich nur noch Gießen möglich, aber das bis zu zwei Stunden lang.
Der starke Wind, der schon das ganze Jahr über anhält, verdunstet jeden Tropfen Wasser in kürzester Zeit. Es ist ein Segen, dass die Wildblümerey einen Brunnen nutzen kann.
Eine weitere Schnitt- und Trockenblume, die neuerdings in der Wildblümerey wächst, ist die Wildform des Hahnenkamms (Celosia). Sie ist sehr stabil und aufrecht und wird gerne von Insekten angeflogen.
Die Beeren der Kornelkirsche sind reif, doch leider sind auf dem offenen Acker nicht die »richtigen« Vögel anwesend, um sie zu verspeisen. Schade.
Seit ein paar Tagen kommt ein neugieriger und unbedarfter kleiner Rotschwanz in der Gärtnerei ganz nah. Es ist ein Wunder, dass die Eltern es bei mittlerweile vier herumstreifenden Katzen überhaupt geschafft haben, ein Junges großzuziehen.
Mit über 30 Grad geht der Juli in der Gärtnerei zuende. Anstrengend ist dieses Jahr vor allem die Schwüle, denn bei trockener Luft sind 32 Grad nicht ganz so schlimm.
Wenn es etwas geregnet hat, dampft der ganze Acker und die Gärtnerei wird zur Sauna. Immerhin sind endlich die Bremsen verschwunden, die dieses Jahr eine echte Plage waren.