Kaum sind die Feiertage vorbei, fällt der erste Schnee dieses Winters – ärgerlich für Schulkinder und Angestellte. Hier zeigt die Wilde Karde, dass sie eine der schönsten Winterpflanzen ist.
Bei näherer Betrachtung wird klar, dass nur geschickte Fressfeinde wie die Stieglitze hier eine Chance haben, denn die Karde weiß sich zu wehren.
Auch die Wilde Möhre kann sich sehen lassen. Sie bewahrt ihr Vogelnest über den Winter und hält weise noch einige der bewimperten Samen zurück.
Frösche könnten hier jetzt Schlittschuh laufen, aber sie sind ja leider im Winterschlaf. – Ob 2026 ein gutes Jahr wäre, um endlich einmal die hässlichen Teichränder zu kaschieren?
Die kleinen Schlüsselblumen müssen nun tapfer sein. Mal sehen, ob sie durchhalten.
In der ersten Januar-Woche immer noch wach: die Rundblättrige Glockenblume.
Die Gärtnerin ist erleichtert über den Schneefall, denn so sind die Töpfe bei Frost geschützt und die Pflanzen werden bei Tauwetter automatisch gewässert.
Die kleine Kugelblume, die eigentlich im Gebirge wächst, dürfte sich über das Wetter freuen. Im fetten Flachland-Boden wird sie viel zu groß.
Ein kleiner Oregano, dessen Namen ich nicht kenne, ist bald eingeschneit. 2026 versuche ich diese unglaublich wohlriechende Sorte zu vermehren.
Sie ist mittlerweile nur noch ein weißes Polster, die Sandnelke, doch ihre Samenstände ragen aus dem Schnee wie Schnorchel aus dem Wasser
Neben Vogelfutter bekommen die gefiederten Gäste der Wildblümerey alle paar Tage einen Apfel. Natürlich schaut auch mal ein Mäuschen vorbei, wie man an der Spur rechts erkennen kann.
Auf dem Gelände gibt es weitere Tierspuren, allerdings nicht alle so eindeutig. Diese hier habe ich schon letztes Jahr gesehen und kann sie einfach nicht zuordnen. Es sei denn, es gibt schon Langlauf-Skier für Krähen.
Blick über die Gärtnerei nach mehreren Tagen mit leichtem Schneefall. Im Hintergrund die malerischen Hochregale des Nachbarn.
Die Schlüsselblume ist eine robuste Wintersteherin. Saatgut findet sich bis zum Frühjahr in den Kapseln, da diese nach oben geöffnet sind.
Auch die kleine Echinacea wurde von der Seite zugeschneit, weil auf der Anhöhe derzeit ein scharfer Wind weht.
Die Jungfer im Grünen hält ebenso wie die Schlüsselblume immer einige Samen zurück, damit die Aussaat sich über mehrere Monate erstrecken kann. Die Chancen zur Keimung sind dann besser verteilt.
Auch der Zier-Lauch ist erstaunlich robust, dabei gab es diesen Winter schon -12 Grad.
Miniteich in der zweiten Januar-Woche. Das sieht schon mehr nach Winter aus.
Auch die Töpfe sind jetzt perfekt geschützt und die Tierspuren werden weniger, vor allem in den Schneewehen.
Die Japanische Wollmispel hatte sich nach dem Rückschnitt im Sommer wieder erholt. Jetzt würde sie bald blühen, aber dafür steht sie etwas zu weit nördlich.
Viele Stauden haben im Winter bezaubernde Silhouetten, die auch als Trockenblumen gut aussehen würden. Hier die Kleinblütige Bergminze.
Auch der Staudenlein mit seinen geöffneten Kapseln wirkt sehr filigran. Aber natürlich sieht er im Beet viel schöner aus und schützt überwinternde Insekten.
Eigentlich etwas vernachlässigt, aber scheinbar ganz gut bewohnt ist diese Wildbienen-Nisthilfe. Ich habe noch keine Röhrchen ausgetauscht, weil sie zum Schutz vor Vögeln verklebt sind.
Ist tiefe Temperaturen durchaus gewohnt: Der Griechische Bergtee, der in der Heimat ab etwa 1000 Metern Höhe wächst.
Schönsten Pulverschnee gibt es derzeit in Bielefeld. Wie fein wäre doch eine Langlauf-Loipe zum Obersee – natürlich ohne andere Menschen ;-).
Kaum ist der Schnee weg und die Temperaturen klettern auf 10 Grad, ist schon der Löwenzahn zur Stelle. Auch in der Wildblümerey nicht gerade beliebt, aber eine sehr wichtige Nahrungsquelle für früh fliegende Hummeln und Schmetterlinge.
Das Eis braucht ein paar Tage, bis es sich vollständig zurückgezogen hat. Ach, wenn der Teich doch immer so klar wäre. Im zweiten Teich überwintern die Algen sogar, obwohl er voll von Gemeinem Hornblatt ist..
In der Aussaatplatte keimt schon die Weinbergs-Tulpe, allerdings ist es etwas schwierig, sie großzuziehen. Deshalb habe ich 2026 sicherheitshalber auch Zwiebeln getopft.
Und auch dieses Jahr gibt es wieder ein kleines Findelkind aus dem Friedhofs-Container, geweißelt und mit frischen Trieben. Es steht nun bei seinen neuen Geschwistern, den anderen Waisenkindern.
Auf dem Hof ist immer mindestens ein Grünspecht unterwegs. Hier schafft er es, sich an einem neuen, glatten Giebel festzuhalten und nach Insekten zu suchen.
Die Kornelkirsche ist sehr frosttolerant und eine echte Frühblüherin, schon lugt das Gelb der Blüte aus der Knospenschale. Die Blüte kommt vor den Blättern, um möglichst viele Insekten anzulocken.
Nach dem kurzen Zwischenhoch wird es wieder kalt, es kündigt sich der dritte Dauerfrost in diesem Winter an.
Dieses Blatt ist in die Wasseroberfäche eines Miniteiches hineingefroren. Erstaunlich ist die Herkunft, denn direkt an der Gärtnerei stehen nur Eichen.
Die Weinbergs-Tulpe hat auch den erneuten Wetterwechsel weggesteckt und lugt mit ihren roten Blattspitzen dem Frühjahr entgegen. Man sieht hier schön, wie schnell sich torffreie Erde absetzt, weshalb öfter nachgetopft werden muss.
Warum musste dieser Maulwurf genau an diesem stattlichen Fenchel graben, der sich anschickt überwintern zu wollen? Das Tier frisst zwar nicht an den Wurzeln, legt sie aber frei und kann so zum Vertrocknen der Pflanze beitragen.
Zuverlässig arbeiten sich die ersten Schneeglöckchen durch das Laub. Wie schnell der Winter doch immer vergeht, in einem Monat ist schon Saisonstart.
Ende Januar. Dem Tauwetter folgt ein ungewöhnlicher zweiter »Wintereinbruch« – um es einmal in der dramatischen Sprache der Wettervorhersagen auszudrücken. Auf Deutsch: Es hat noch einmal ein bisschen geschneit.
Das zarte »Ponytails«-Gras (nicht heimisch) hat bisher gut durchgehalten. Es gilt als nicht zuverlässig winterhart.
Bleibt standhaft und möchte auch im neuen Jahr leben: die Färber-Kamille. Normalerweise ist sie eher unzuverlässig und oft einjährig, versamt sich aber reichlich.
Eine Hagebutte der Apfelrose hat bis ins neue Jahr durchgehalten: Nach wie vor werden die Früchte nicht von Tieren gefressen, obwohl hier einige Amseln unterwegs sind.
Ein weiteres Mal sind wunderschöne Pflanzen-Silhouetten im Schnee zu sehen, hier die Bergminze. Man kann davon ausgehen, dass im Herzen der Pflanze Insekten überwintern.
Die Tage sind schon deutlich länger, der Frühling kommt unaufhaltsam – das weiß auch diese Schwarze Johannisbeere. Ich schneide immer direkt nach der Ernte, damit im Folgejahr möglichst viele leckere Beeren erscheinen.
Beim Echten Thymian sieht man, dass es nochmal ordentlich geschneit hat.
Von den Töpfen ist mittlerweile nichts mehr zu sehen. Tagelanger Fisselschnee hatte durchaus seine Wirkung.
Ende Januar – die wunderschöne Winterlandschaft beginnt leider schon zu tauen.
Nass und schwer hängt der Schnee auf dem Anzuchtregal. Auch auf die Aussaatplatten hatte ich Schnee gegeben, um Wasser zu sparen.