Weil sie sehr nah am Wegrand wächst, hatte ich die Wiesen-Flockenblume vor einem Monat (vor der Blüte) zurückgeschnitten. Nun blüht sie auf 50 cm Höhe. Eine Strategie für kleine Gärten oder Balkone.
Nun habe ich ihn endlich mal erwischt, den kleinen Feldhasen, der in der Wildblümerey und dem benachbarten Gemüsegarten sein Paradies gefunden hat. Wie hat die Mutter es nur auf das umzäunte Gelände geschafft? Jedenfalls hat dieser Kleine überlebt.
Der erste Staudenlein blüht nach einem kleinen Rückschnitt wieder. An manchen Tagen bleiben die Blüten aus unerfindlichen Gründen geschlossen – oder die Gärtnerin kommt einfach zu spät in die Gärtnerei.
Die Schwarze Königskerze, die ich im Beet angezogen habe, blüht wieder in einem zarten, entsättigten Gelb.
Der Aufrechte Ziest ist ein Dauerblüher, der Insekten magisch anzieht. Er versamt sich extrem gut, wie man hier an den schon reifen Samen hinter der Blüte sehen kann.
Die Kapuziner-Kresse ist wieder da. In ihrer angestammten Ecke ist sie direkt im Bodenbelag aus Holzhäckseln gekeimt.
Erst auf dem Rainfarn konnte dieser flatterhafte Geselle mit einem Schnappschuss gestellt werden. Wenn man einmal die Größe eines Kleinen Wiesenvögelchens gesehen hat, weiß man, dass es kein Großes Ochsenauge sein kann.
Als Dauerblüherin entpuppt sich auch die Gelbe Resede. Sie läuft der Färber-Resede im Beet den Rang ab, denn diese samt sich schon seit einer Weile aus.
Die Wiesen-Glockenblume hat noch einmal angefangen zu blühen, wahrscheinlich war ihr der Juli nicht genehm. Vor einer tristen Mauer fällt sie besonders ins Auge.
Neuer Versuch, neues Glück – diesmal am kleinsten Fenchel in der ganzen Gärtnerei. Bisher haben die Spatzen die Schwalbenschwanz-Raupen noch nicht entdeckt, weil sie immer auf den großen Pflanzen herumturnen.
Der Flachblatt-Mannstreu macht sich gut zur Gelben Skabiose, aber auch zur Wilden Möhre. Den Standort betreffend passen sie alle drei zusammen.
Endlich mal wieder ein Großes Heupferd entdeckt. Sie sind so ruhig und gut getarnt, dass sie fast nie auffallen. Hier hält es eine leckere Fenchel-Blüte in den »Pfötchen«.
Auch die Feldwespen lieben nektarreiche Blüten und sind in Massen auf ganz bestimmten Pflanzen unterwegs, hier dem Kerzen-Knöterich...
...hier ebenfalls auf dem Fenchel...
...und schließlich auf der Ruthenischen Kugeldistel. Alle drei Pflanzen sind nicht heimisch, aber sehr insektenfreundlich und interessant für die Gartengestaltung.
Eher unauffällig, aber beliebt bei Insekten ist der Wirbeldost. Die gerne für Tee genutzte Staude breitet sich langsam über Ausläufer aus.
Heimische und nicht heimische Arten können gut kombiniert werden, solange sie insektenfreundlich sind. Hier Wilde Möhre, Anis-Ysop und Kleinblütige Bergminze, alle übrigens auch essbar.
Das Große Wald-Windröschen freut sich, dass nach einem verregneten Juli wieder die Sonne scheint. Es blüht und fruchtet, wann es ihm gefällt.
Keine Schwebfliege, sondern eine Igelfliege tummelt sich hier auf der Wilden Möhre. Sie gehört zu den Raupenfliegen, deren Nachwuchs sich in Raupen von Faltern gräbt und diese von innen auffrisst.
Sehr spät ist dieses Jahr der Berg-Lauch zur Blüte gekommen, der Juli hat vielen Pflanzen eine Verschnaufpause vor der nächsten Hitze spendiert.
Kein ganz so häufiger Gast in der Wildblümerey: der C-Falter. Er gehört zu den Edelfaltern wie Tagpfauenage oder Kleiner Fuchs und überwintert als erwachsenes Tier in Deutschland.
Die Rasselblume scheint den feuchten Juli gebraucht zu haben, denn erst seitdem sieht sie gesund aus. Allerdings hatten Wühlmäuse permanent die Wurzeln untergraben.
Eien auffällige Farbkombination, aber nicht schrill: Ysop und Ringelblume. Beide sind traditionsreiche Begleiter in Kloster- und Bauerngärten.
Zum Ysop passt auch eine rote Schafgarbe gut. Seit die Schnecken minimiert sind, dürfen sich beide Pflanzen wieder ihres Lebens erfreuen.
Das Wilde Stiefmütterchen hält sich wacker in den Beeten, obwohl es so klein und zart ist und schnell mal aus Versehen weggejätet wird.
Ein weiterer Frühblüher, bei dem die Anzucht sofort nach der Samenreife geklappt hat: die Sumpf-Dotterblume.
Eine zweite kleine Hitzewelle gab es Mitte August, hier gemessen an der Nordseite des Hofes.
Einen Tag später wurde in der Wildblümerey die 35 Grad-Marke geknackt. Leider sind ein paar Pflanzen in den Töpfen vertrocknet.
Am Wochenende gibt es zwei bedeckte Tage, und das nutzen Wegwarte und Staudenlein sofort aus, um ganztags ihr wunderschönes Blau zu zeigen. Normalerweise blühen beide nicht so gerne nachmittags.
Was blüht in der letzten Augustwoche? – Zum Beispiel Polster-Johanniskraut (Hypericum polyphyllum), das hier im Ackerboden 50 cm hoch wird, auf armem Boden nur 15 cm.
Die Glänzende Wiesenraute blüht auch ohne Rückschnitt ein zweites Mal. Man sieht die reichliche Samenbildung links.
Und natürlich die Rundblättrige Glockenblume, die sich nach einem Rückschnitt vollkommen erholt hat und wieder kompakter wächst.
Ebenfalls eine unermüdliche Blüherin, die nach zwei Jahren üppige Büsche entwickelt hat: Kretische Zistrose, die gerne für Tee verwendet wird.
Nach dem trüben Juli blüht sie wieder in voller Pracht: die Bodendecker-Rose Pink Meidiland, die sich hier mit Bingo Meidiland (hellere Blütenfarbe) gemischt zu haben scheint.
Ebenfalls ein Sonnenkind und dauerblühend: das Weidenblättrige Ochsenauge, das sehr trockenheitsverträglich ist.
Hat seinen großen Auftritt im Spätsommer: das Berg-Bohnenkraut. Die Hornissen gehen hier gerne auf Jagd nach kleineren Bienen. Leider sehr schneckenanfällig, vor allem die Blüten werden schnell vernichtet.
Die Sand-Strohblume ist schon im Abblühen begriffen. Sie hat sich nach einem Jahr gut vermehrt, braucht allerdings einen offenen, nährstoffarmen und sonnigen Platz, sonst geht sie unter.
Ende August: Nach fast vier Wochen Trockenheit braut sich am Himmel mal wieder was zusammen – endlich.
Nach dem ersten Schauer sind die Schafe noch unschlüssig, ob sie wieder auf die Weide gehen sollen. Die Gärtnerin in ihrem Unterstand mit der Kamera in der Hand ist da auch keine Hilfe.
Nicht zum ersten Mal liegt ein totes Mauswiesel auf dem Weg zur Gärtnerei. Zuerst habe ich die Katzen verflucht, aber der Biss am Hals deutet eher auf einen Fuchs hin. Wie schade!